Re: genaue vorgehensweise


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Abgeschickt von Oliver Nolte am 11 August, 2005 um 10:34:55

Antwort auf: genaue vorgehensweise von andy am 04 August, 2005 um 13:06:20:

Hallo,

: wer nimmt kontakt mit der univaccin auf bzw. wer schickt den abstrich an die univaccin ? ich oder der arzt ?

Ihr Hausarzt muss einen Abstrich (in Fällen rezidivierender Furunkulose besser: Abszess-/Furunkelpunktat und ZUSÄTZLICH einen Nasenabstrich) an die UniVaccin schicken. Dort werden die verantwortlichen Erreger isoliert, daraus die Autovaccine hergestellt und diese dann an eine von Ihnen vorher festgelegte Apotheke geschickt.

Was den eigentlichen Abstrich betrifft, kann folgendes Schema angewendet werden:
Sofern kein Wochenende naht, kann der Versand ganz normal per Post erfolgen. Für die gängigen Abstrichsysteme reichen gefütterte Umschläge, die dann als Großbrief frankiert werden. Liegt die Abstrichentnahme vor einem Wochenende ist es am einfachsten, bis zum Versand am nächsten Werktag den Abstrich kühl zu lagern.
Etwas 'heikler' wird die Angelegenheit, wenn Verdacht auf eine Infektion mit sogenannten anaeroben Bakterien besteht (solche, für die der Luftsauerstoff toxisch ist). Dann werden spezielle Anaerobiertransportsysteme benötigt und der Versand muss so schnell wie möglich und in der kürzest möglichen Zeit erfolgen (der Abstrich sollte dann spätestens 24 hrs nach Entnahme im Labor sein).

: welche formulare genau muss ich oder der arzt ausfuellen ?

Auf der UniVaccin Website kann ein Formular runtergeladen werden:
http://www.univaccin.de/Vertriebsweg.19.0.html

: dabei habe ich noch eine grundsaetzliche frage:
: es ist ja bekannt wie es zu den furunkeln kommt, aber nicht was genau was der ausloeser ist.
: bei mir z.b. wurde mein immunsystem genau untersucht, jedoch ohne befund. trotzdem plage ich mich in regelmaessigen abstaenden damit rum.

Man darf bei dieser Frage die Eigenschaften des Erregers nicht vergessen. Möglicherweise kommt eine Kombination eines prädisponierenden Faktors beim Patienten und einer bestimmten Eigenschaft beim auslösenden Erreger zum Tragen. So haben wir im Juli in einer Fachzeitschrift einen Artikel publiziert in dem wir beschreiben, dass ca 71% der Staphylococcus aureus Isolate, die wir von Patienten mit Furunkulosen isoliert haben, ein bestimmtes Toxin aufweisen. Dieses Toxin findet sich jedoch nur bei ca. 7% der Staphylococcus aureus Stämme von Patienten mit anderen Erkrankungen. (Quelle: Nolte et al 2005; European Journal of Clinical Microbiology & Infectious Diseases). Es scheint, dass Stämme mit diesem speziellen Toxin eine gewisse Assoziation mit der Furunkulose haben. Die genauen Zusammenhänge müssen aber noch untersucht werden.

Viele Grüße,
Oliver Nolte



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