Abgeschickt von Oliver Nolte am 14 Oktober, 2007 um 16:05:13
Antwort auf: Eigenbluttherapie von Nicole am 14 Oktober, 2007 um 10:30:03:
Hallo,
die Frage nach der Eigenbluttherapie ist sicher für viele interessant. Mir persönlich ist nicht ganz klar, wie die Wirkungsweise sein soll. Es mag zwar sein, dass ein gewisser Einfluss auf das Immunsystem genommen wird. Da aber bislang relativ unklar ist, ob bei wiederkehrenden Furunkeln tatsächlich eine Schwächung des Immunsystems beteiligt ist, habe ich persönlich gegenüber der Eigenbluttherapie gewisse Vorbehalte. Die Tatsache, dass sich ein Furunkel bildet ist ja gerade Ausdruck einer starken Immunreaktion - wenn auch zum Schaden des Körpers. Es findet eine stark entzündliche Immunreaktion statt, die sich in Schwellung, lokaler Wärme und Ansammlung von Eiter äußert und damit das Ziel hat, den Erreger zu bekämpfen. Meines Erachtens liegt daher bei Furunkulose eher eine 'Fehlleitung' des Immunsystems, gepaart mit spezifischen Eigenschaften des Erregers vor. Sinn würde hier nur eine spezifische Stärkung des Immunsystems im Sinne einer Beeinflussung der Immunantwort machen. Dies versucht das Konzept der Autovakzination (welches übrigens m.E. deutlich weniger kostet als die Eigenbluttherapie).
Ich gebe noch zu bedenken, dass bezüglich der Behandlung von Furunkeln, unabhängig von deren Lokalisation, eher ein Dermatologe, ggf. ein Internist der bessere/richtige Ansprechpartner ist.
Viele Grüße,
Oliver Nolte
: Hallo!
: Ich leide seit rd. 10 Jahren mal mehr mal weniger unter sehr schmerzhaften Furunkeln im Genital- und Brustbereich. Einige wurden bereits operativ entfernt, andere "platzten" von alleine auf und hinterliessen noch schlimmere Narben als die operierten Furunkel.
: Nun sagte mein Gynäkologe, dass er mir eine Eigenbluttherapie, zur Stärkung des Immunsystems empfehlen würde.
: Was halten Sie davon? Macht das Sinn, oder ist es nur Geldmacherei meines Gynäkologen (dem ich im Allgemeinen sehr vertaue)?
: Vielen Dank für eine Antwort.
: Nicole